
Die Bäckerei, die nur einen Kunden bediente
25. Mai 2026
Die Geschichten werden KI-generiert und redaktionell kuratiert.

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Eva und Dundo hatten einen seltenen Tag frei ohne die Kinder. Otto und Maria sprangen bereitwillig ein und passten auf die Kleinen auf, während das Paar beschloss, den Ort zu besuchen, an dem sie sich zum ersten Mal begegnet waren. Als sie sich der alten Holzbrücke über den Bach näherten, dachte Eva an jenen Abend zurück, während Dundo ein besonderes Geschenk in seiner Tasche versteckt hatte.

In der Nachbarschaft am Fluss lebte ein Hund, den alle Jole nannten. Er war braun, mit einem weißen Ohr, und soweit sich irgendjemand erinnern konnte — war er immer schon dort gewesen. Alte Großmütter behaupteten, sie erinnerten sich an ihn aus ihrer Kindheit. "Unmöglich", sagten die Jungen. "Hunde leben nicht so lange." Aber Jole war anders. Er hatte eine Narbe an seiner Pfote, hinkte auf seinem Hinterbein, ein Auge war zu, und sein Schwanz hatte einen Knoten. Jede Verletzung hatte ihre eigene Geschichte. Der kleine Filip, der gerade in die Nachbarschaft gezogen war und keine Freunde hatte, saß jeden Tag auf den Stufen vor seinem Gebäude und beobachtete Jole, wie er vorbeiging. Eines Tages setzte sich der Hund neben ihn und — Vito hätte schwören können — sah ihn mit diesem einen Auge an, als ob er ihn verstand. "Alle sagen, du hast neun Leben gelebt," flüsterte Vito. "Ist das wahr?" Der Hund bellte. Und die alte Maria, die im Erdgeschoss lebte und alles hörte, öffnete ihr Fenster und sagte: "Jole hat nicht neun Leben gelebt, Junge. Aber neunmal wäre er fast gestorben. Und jedes Mal hat er etwas gelernt, das die Menschen nicht wissen..."

Als Vito sechs Jahre alt war, bemerkte er, dass der Mond ein Loch hatte. Zumindest sah es so aus – jede Nacht wurde der Mond kleiner und kleiner, als ob ihn jemand anknabbern würde. „Mama, der Mond bricht!“ rief er eines Nachts. Mama lachte. „Das sind die Phasen, Matej. Der Mond bricht nicht.“ Aber Vito war nicht überzeugt. Er nahm Kleber, Klebeband, Flicken und eine Taschenlampe und packte sie in seinen Rucksack. „Ich werde den Mond reparieren,“ kündigte er an. Sein Vater, der im Wohnzimmer saß und die Zeitung las, senkte seine Brille und schaute seinen Sohn an. Die meisten Eltern würden sagen: „Sei nicht albern.“ Oder: „Geh schlafen.“ Aber Vitos Vater war nicht wie die meisten Eltern. „In Ordnung,“ sagte er. „Aber du wirst Hilfe brauchen. Ich kenne jemanden, der einmal dasselbe versucht hat.“ Vito schaute ihn mit weit offenen Augen an. „Wer?“ „Ich. Als ich in deinem Alter war, wollte ich auch etwas reparieren, das nicht repariert werden konnte. Komm, ich erzähle dir, was passiert ist...“

Im Keller eines alten Gebäudes am Platz gab es eine Bibliothek, die auf keiner Karte verzeichnet war. Es gab kein Schild, keine Öffnungszeiten, und ihre Türen öffneten sich nur für einige. Hana stieß zufällig darauf, während sie vor dem Regen floh. Sie stieg die nassen Stufen hinab, schob die schwere Holztür auf und betrat einen Raum voller Bücher bis zur Decke. Es roch nach altem Papier, Holz und etwas Süßem — wie Honig gemischt mit Staub. An einem Schreibtisch saß ein alter Mann mit dicken Brillen und las ein Buch ohne Einband. „Komm rein, aber wähle nicht“, sagte er, ohne aufzublicken. „Was?“ Hana war verwirrt. „In dieser Bibliothek wählst du keine Bücher. Die Bücher wählen dich.“ Hana lachte. „Das ergibt keinen Sinn.“ Der alte Mann schaute endlich auf. „Stell dich in die Mitte des Raumes. Schließe deine Augen. Und warte.“ Hana wollte gehen. Aber etwas in der Stimme des alten Mannes — kein Befehl, sondern ein Versprechen — ließ sie hören. Sie schloss ihre Augen und stand da. Eine Minute verging. Zwei. Drei. Und dann fühlte sie etwas Unglaubliches...